Radebeul Ost: VCD wünscht sich schöneren Bahnhofstunnel

Der Tunnel zu den Gleisen am Bahnhof Radebeul Ost ist noch keine drei Monate eröffnet, da ist er schon mit Schmierereien verziert. Deswegen kommt nun Kritik vom ökologischen VCD Landesverband Elbe-Saale, Sprecher Lutz Dressler erklärt: „Für eine ansprechende Neugestaltung des Bahnhofs und seines Umfeldes haben sich der Verkehrsverbund Oberelbe und die Stadt Radebeul viel Mühe gegeben. Warum im Kontrast zu dem aufwendig gestalteten Bahnhofsgelände ein kalter Bahnhofstunnel in DB-Einheitsbetongrau entstehen musste, ist nicht nachvollziehbar.“

Der VCD, der sich unter anderem für die Interessen der Fahrgäste stark macht, erwartet eine ansprechende Wandgestaltung im Tunnel. „Unsere Bahnhöfe sind schließlich die Visitenkarte der Stadt, hier gehört eine sympathische Willkommensbotschaft für alle Besucher hin! Richtig toll wäre eine künstlerische Gestaltung von Radebeuler Künstlern“, so Dressler. Er könnte sich zum Beispiel gut vorstellen, dass dieses Projekt von engagierten jungen Kreativen des „Bündnis Buntes Radebeul“ umgesetzt wird. Der Verein macht sich für ein menschenfreundlicheres weltoffenes Radebeul stark.

Dass es Alternativen zum Betongrau gibt, hat die Bahn selbst am Bahndamm in Dresden-Mitte bewiesen. Dort hat sie die Brückenbögen von Künstlern vor ein paar Jahren mit Motiven aus der ganzen Region ansprechend gestalten lassen. Der VCD Elbe-Saale sieht außerdem noch weitere Punkte, die am Bahnhof Radebeul Ost verbessert werden müssen. „Wünschenswert sind bessere touristische Informationen und Wegweiser, ein Kiosk mit Fahrkartenverkauf im Bahnhofsgebäude und einige optische Akzente im Außengelände, wie beispielsweise Blumenampeln zwischen Gleisen und Parkplätzen“, so Dressler.

Ein großes Ärgernis ist, dass die Tunnelfahrstühle auch Monate nach der Inbetriebnahme des Tunnels noch nicht in Betrieb sind. Denn für gehbehinderte Menschen oder Mütter mit Kinderwagen ist der Bahnhof so nur schlecht oder gar nicht nutzbar.