VCD erneuert Forderung nach Straßensperrung am Striezelmarkt

Nach schwerem Verkehrsunfall auf der Wilsdruffer Straße

Dresden, 3. Dezember 2013. Die Ortsgruppe Dresden des ökologischen VCD hat die Forderung nach einer halbseitigen Sperrung der Wilsdruffer Straße vor dem Striezelmarkt während der Weihnachtszeit nach einem schweren Unfall erneuert. Der Verbandssprecher Lutz Dressler bekräftigt: „Es ist für jedermann ersichtlich, dass der Platz am großen Schwibbogen am Eingang zu Dresdens berühmtesten Weihnachtsmarkt hier nicht für die tausenden Weihnachtsmarktbesucher ausreicht.“ Viele weichen insbesondere an den gut besuchten Wochenenden teilweise auf die Straße aus, zahlreiche Menschen queren permanent die Straße auch zwischen den oft überlasteten Fußgängerampeln. „Wir haben diese wichtige Forderung bereits im letzten Jahr an die Stadt herangetragen, die Dringlichkeit wurde leider nicht erkannt. Nach dem schrecklichen LKW-Unfall am Montagmittag, bei dem eine Frau direkt an der Haltestelle Altmarkt schwer verletzt wurde, fordern wir mit Nachdruck, dass nun endlich gehandelt wird“, so Dressler.

Wilsdruffer Straße vor dem Striezelmarkt.
Der VCD verfolgt die Vision Zero – Null Verkehrstote

Von Autofahrer erfordern die Menschenmassen auf der Wilsdruffer Straße trotz Tempo 20 ein Höchstmaß an Konzentration.

Die Lösung des VCD sieht vor, dass die Wilsdruffer Straße einseitig in Richtung Pirnaischer Platz gesperrt wird. Die Zufahrt zur Tiefgarage unter dem Altmarkt könnte immer dann geöffnet werden, wenn es freie Stellplätze gibt. So könnte laut VCD an der kritischsten Stelle für deutlich mehr Sicherheit gesorgt werden. Insbesondere auch für die Fahrgäste der Dresdner Verkehrsbetriebe, denn für sie würde an der Haltestelle die Straßenquerung gefahrlos ermöglicht. Sowieso rät der Verkehrsclub jedem, der in der Advents- und Weihnachtszeit in die Stadt möchte, Bus und Bahn zu nutzen – so könnte nerviges Parkplatzsuchen vermieden werden.

Doch was würde diese Sperrung für den Autoverkehr auf den anderen Innenstadtstraßen bedeuten? Der VCD-Sprecher Lutz Dressler sagt: „Die Kapazität der Wilsdruffer Straße ist aufgrund des bestehenden Tempolimits und der Ampeln sowieso schon stark begrenzt. Auf den Dr.-Külz-Ring oder das Terrassenufer, die ja ohnehin zu Weihnachten stark staugefährdet sind, hätte das nur marginale Auswirkungen.“ Dressler glaubt, dass mit dem VCD-Vorschlag der Striezelmarktbesuch auch entspannter in Erinnerung bleibt. „Die Hauptansicht mit dem Schwibbogen ist das Fotomotiv Nummer Eins, viele Touristen stören sich beim momentanen Zustand daran, dass ständig ein Auto im Bild ist.“ Eine Sperrung der Wilsdruffer Straße in Richtung Postplatz hält der Verkehrsclub weniger für dringlich. Hier gebe es wegen regelmäßig verkehrender Stadtrundfahrtsbusse und Pferdekutschen auch viel weniger Tempo.