„Dringende Sanierung der Albertbrücke nicht verzögern“

An einem weiteren Beispiel beweisen der Dresdner Stadtrat, die Stadtverwaltung, der Baubürgermeister Jörn Marx und als Fördermittelgeber der Freistaat Sachsen, dass die Abstimmung bei großen Bauprojekten nicht funktioniert. Im Fall der Albertbrücke bedeutet dies, dass nun die geplante Sanierung nicht pünktlich beginnen kann und obendrein bedeutend teurer wird. Der Hauptgrund ist die Missachtung des Stadtratsbeschlusses und Planfeststellungsverfahrens bezüglich der Albertbrücke durch die Stadtverwaltung. Die plante munter an allen Vorgaben vorbei und keiner will es gemerkt haben. Weder die im Bauausschuss sitzenden Stadträte noch der Baubürgermeister haben den Vorgaben des Stadtratsbeschlusses Rechnung getragen oder sich für eine Änderung des Stadtratbeschlusses und des Planfeststellungsverfahrens zu Gunsten der neuen Lösung eingesetzt.

Unabhängig von der jetzigen Situation fordert der Sprecher der VCD-Ortsgruppe Dresden Hannes Lieberoth:

  • „Die zügige Sanierung der Albertbrücke. Eine unter Umständen anzuordnende Vollsperrung der maroden Brücke aufgrund statischer Probleme wäre für alle Verkehrsteilnehmer sicher nicht die beste Lösung.
  • Die Wahl der kostengünstigsten Variante. Auch wenn der städtische Eigenanteil trotz der Mehrkosten für die Morlockvariante aufgrund des höheren Fördersatzes sinkt, so werden die erheblichen Mehrkosten in Millionenhöhe aus dem Steueraufkommen finanziert.
  • Der Öffentliche Personennahverkehr ist bei den Behinderungen durch die Bauarbeiten gegenüber dem Autoverkehr zu bevorzugen. Müssten Fahrgäste der Straßenbahn erheblich mehr Zeit einplanen, dann führt das zu mehr Individualverkehr und noch mehr Stau.
  • Dafür muss der Planfeststellungsbeschluss zu Gunsten der schnelleren und kostengünstigeren Sanierungsvariante geändert werden. Das wäre sicher nicht das erste Mal, dass dies nachträglich geschieht. Beim nachgeplanten Uferabbaggern zum Einschwimmen der Waldschlösschenbrücke schien das auch kein Problem zu sein.

Solche Fehler dürfen sich in Zukunft nicht wiederholen. Es darf nicht sein, dass aufgrund derartig unprofessioneller Arbeit Millionen Steuergelder verschwendet werden, die dann an vielen anderen Stellen fehlen.“