Städtenetzwerk zur Fahrradförderung soll entstehen

Jahreshauptversammlung des VCD-Landesverbandes Elbe-Saale

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale forderte am Samstag, den 23. März, auf seiner Jahreshauptversammlung in Halle in einer Resolution (PDF, 91,6 KB) die Schaffung eines Städtenetzwerks zur Fahrradförderung. Die Städte in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen werden darin aufgefordert, sich zu einer „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte Mitteldeutschlands“ (AGfS M) zusammenzuschließen, um den Fahrradverkehr systematisch und auf allen Ebenen zu fördern. Vorbilder für solche Netzwerke gibt es bereits in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Die Voraussetzungen sind günstig, in Mitteldeutschland das erste länderübergreifende derartige Netzwerk zu schaffen – laut VCD fehle es nur noch am politischen Willen. So haben sich in der Metropolregion Mitteldeutschland bereits elf Städte aus allen drei Bundesländern zusammengeschlossen. Von ihr könnte die Planung der AGfS M vorangetrieben und koordiniert werden.

Um dem Netzwerk beitreten zu können, müssten die Kommunen ein fahrradfreundliches Gesamtkonzept vorlegen und kommunalpolitisch deutliche Prioritäten für den Radverkehr setzen.

Der neugewählte Vorstand des VCD Elbe-Saale: v.l. Thomas Hoscislawski, Jan Krehl, Lutz Dressler, Michael Schmiedel, Clemens Kahrs, Martin Lorenz | Nicht auf dem Foto: Philipp Kosok
(Anklicken zum Vergrößern; Fotograf: Ingo Zander)

Jan Krehl, der von den Mitgliedern des VCD mit großer Mehrheit für zwei weitere Jahre als Vorsitzender des Landesverbandes bestätigt wurde, bekräftigt: „Wir brauchen Mut zur Veränderung – und den politischen Willen, gemeinsam, über drei Bundesländer hinweg, eine neue Fahrradkultur zu etablieren. Für die Städte hat das Radfahren viele Vorteile: Fahrräder machen keinen Lärm, produzieren keine Abgase und brauchen nur wenig Platz im öffentlichen Raum. Kurzum: Radfahren erhöht die Lebensqualität und verbessert das Lebensumfeld beträchtlich.“