VCD empfiehlt Fußgängerpromenade und Fahrradstraße für Pieschen

Lebensräume schaffen!

Vom Pieschener Elbbogen gibt es einen wunderbaren Blick auf den Strom des Flusses bis hin zur Altstadtsilhouette. Kein Wunder, dass viele Dresdner das Idyll zum Spazieren, Gassi gehen oder für die Joggingrunde aufsuchen. Auch Radfahrer gibt es an besagter Stelle eine Menge: Nicht zu Unrecht ist der Elberadweg auch der beliebteste Radfernweg Deutschlands. Doch eben aufgrund dieser Beliebtheit kommt es auch regelmäßig zu Konflikten zwischen den Verkehrsteilnehmern. Die Ortsgruppe Dresden des Verkehrsclub Deutschland (VCD) schlägt daher vor, den elbnahen Teil der Kötzschenbrodaer Straße in eine Fahrradstraße umzuwandeln.

Jungen Familien ist während eines Spaziergangs entlang der neugebauten Pieschener Flutschutzmauer permanente Aufmerksamkeit angeraten. Bei schönem Wetter hält man die Kleinsten hier am besten an der Hand, um sie vor Radfahrern zu schützen. Ähnliche Vorsicht empfiehlt sich entlang des Elberadweges an mehreren Stellen in der ganzen Stadt.

Auf der Kötzschenbrodaer Straße ist mit dem gemeinsamen Fuß- und Radweg zwar vermeintlich viel Platz. „Für Radfahrer wird der Bereich aber zusätzlich durch parkende Autos eingeengt. Nur durch Einhaltung eines entsprechenden Sicherheitsabstandes kann der Gefahr, mit unbedacht geöffneten Autotüren zusammenzustoßen, vorgebeugt werden.“ so VCD-Sprecher Lutz Dressler. Dabei könne man hier leicht eine Lösung finden, die Radfahrern zu Gute kommt und die es den Pieschenern ermöglicht, gemütlich am Fluss zu flanieren. Streckenabschnitte, an denen Spaziergänger nicht mit rasch vorbeifahrenden Radlern in Konflikt geraten, gibt es in Dresden – bis auf die Brühlschen Terrassen – nur wenige.

Der VCD, der sich besonders auch für die langsameren Verkehrsteilnehmer engagiert, emp-fiehlt deshalb die Einrichtung einer Fahrradstraße auf der Kötzschenbrodaer Straße vom Ballhaus Watzke bis zum Elbvillenweg. „Der Weg entlang der Flutschutzmauer könnte dann ganz den Fußgängern zur Verfügung stehen. Zusätzlich könnten die Restaurants Ballhaus Watzke, „Zum Landstreicher“ und das „Cube Dresden“ auf dem breiten Fußweg Außensitzplätze aufstellen“, so Dressler.

Für Anwohner mit einem PKW würde es selbstverständlich weiterhin möglich sein, trotz Fahrradstraße zur Grundstückseinfahrt zu fahren. Auch für die Autos, die auf der Straße ge-parkt wurden, wird sich laut VCD leicht eine Alternative im näheren Umfeld finden lassen.

Der VCD-Sprecher abschließend: „Nach dem oft stressigen schmalen Stück Elberadweg über die Mole und der Engstelle direkt am Ballhaus Watzke könnte so für Entspannung und deutlich mehr Lebensqualität in Pieschen gesorgt werden.“