VCD begrüßt Begegnungszone Innenstadt

Stadtratsbeschluss vom 18. Juli 2012

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Ortsgruppe Erfurt, begrüßt den Grundsatzbeschluss des Stadtrates vom 18. Juli 2012 zur verkehrsberuhigten Innenstadt und beglückwünscht den Stadtrat zu seinem mutigen Entschluss. „Dieser Beschluss stellt eine Richtungsänderung weg vom automobilen Denken dar und ist einzelnen Abgeordneten sicherlich nicht leicht gefallen.“ sagte Ortsgruppensprecher Andreas Grimm. Der VCD erwarte nun, dass sich die im Vorfeld dieser Entscheidung erforderliche immense Arbeit der Stadtverwaltung, Planer, Innenstadthändler und anderer Beteiligter in den kommenden Monaten in konkreten Maßnahmen sichtbar niederschlägt, sagte Grimm weiter.

Besondere Schwerpunkte sollten dabei nach Ansicht der VCD-Ortsgruppe der Wegfall öffentlicher Parkplätze innerhalb des Zentrums zur Vermeidung des lästigen Parksuchverkehrs, die Orientierung auf eine vor allem auf Fußgänger und Radfahrer ausgerichtete Gestaltung der Rathausbrücke sowie die Unterbindung des Durchgangsverkehrs zwischen Lauentor und Kettenstraße im Zuge des Domplatzes sein. Der VCD begrüße ausdrücklich die Ideen zur Steigerung der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs wie Freifahrtscheine oder Kombi-Tickets.

Grimm wies jedoch darauf hin, dass der VCD den auch mit dem Konzept verbundenen Forderungen nach einem Bau von zusätzlichen Parkhäusern am Rande der Altstadt ablehnend gegenüber stehe. „Weitere Parkhäuser bringen weitere Autos in die Stadt,“ sagte Ortsgruppen-Sprecher Grimm. Der VCD spreche sich vielmehr dafür aus, das Prinzip der Kombi-Tickets bereits ab den Park-and-Ride-Plätzen am Stadtrand anzuwenden, damit Besucher ihre Fahrzeuge dort stehen lassen und mit dem erworbenen Parkschein den ÖPNV als Tageskarte nutzen können. Insbesondere zu Großveranstaltungen wie Weihnachtsmarkt oder Krämerbrückenfest und an verkaufsoffenen Wochenenden könne die Stadt so spürbar vom Autoverkehr entlastet werden.