ICE-Neubaustrecke: VCD erwartet von Bahn eindeutiges Betriebskonzept

Thüringer „Bahngipfel“ am Donnerstag

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) erwartet von dem Besuch des Bahnchefs Grube in Erfurt handfeste Ergebnisse: Feste Zusagen für den Erhalt der Bahn in der Fläche, mehr Mitspracherechte für Kommunen und Fahrgäste und endlich Transparenz bei der Fahrplangestaltung im Zuge der ICE-Neubaustrecke durch Thüringen.

Im Vorfeld des großen „Bahngipfel“ in Erfurt mit Bahnchef Grube, Ministerpräsidentin Lieberk-necht und Verkehrsminister Carius wünscht sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale als mitgliederstärkster Fahrgastverband in Mitteldeutschland, dass die Signale für den Bahnverkehr in Thüringen endlich auf Grün gestellt werden.

Andreas Grimm, stellvertretender Vorsitzender des VCD Landesverbandes erwartet, dass die Bahn eine Bewertung zum VCD-Fernverkehrskonzept abgibt: „Wir haben unser Fahrplankonzept zur Sicherung der Anbindung aller Städte Thüringens vor einem Monat kurz vor dem sächsischen Bahngipfel vorgelegt und bis jetzt immer noch keine Einschätzung der Bahnverantwortlichen erhalten. Unsere VCD-Aktiven haben gemeinsam mit Fahrplanexperten des Instituts für Regional- und Fernverkehrsplanung (iRFP) erstmalig ein detailliertes Konzept entwickelt, das sogar die Abfahrtszeiten der Fernzüge enthält. Die Erstellung dieses auch wirtschaftlich umsetzbaren Konzeptes, welches auch die Wünsche von Fahrgästen berücksichtigt, hat uns, die wir alle ehrenamtlich arbeiten, sehr viel Energie gekostet, wir hoffen daher, dass die Bahn jetzt auf unsere geleistete Arbeit eingeht. Das VCD-Fernverkehrskonzept basiert auf dem bewährten Taktverkehr, den man in Deutschland vom Stadtbus oder von der Eisenbahn in der Schweiz kennt. So können die Oberzentren in einen leicht merkbaren Rhythmus erreicht und Mittelzentren mit getaktetem Zubringerverkehr eingebunden werden.“

Grimm äußerte auch die Hoffnung, dass der Bahnchef dieses Mal ein glücklicheres Händchen bei der Wahl Verkehrsmittels für seine Anreise zeigt. Medienberichten zufolge war Grube zuletzt beim sächsischen Gipfeltreffen mit einem Kleinjet bis Altenburg-Nobitz geflogen, um dort in eine Limousine nach Chemnitz umzusteigen.