VCD-Fernverkehrskonzept „2017+“

Der VCD bemängelt bei der Deutschen Bahn AG fehlende öffentliche Transparenz bei den Zukunftsplanungen und befürchtet, dass die Bahn beabsichtige, künftig in weiteren mitteldeutschen Städten keine Fernzüge mehr halten zu lassen. Wir wollen dem entgegenwirken und möchten mit einem neuen Fahrplankonzept beweisen, dass für diese Städte ein attraktives Fernverkehrsangebot machbar ist.

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Pressemitteilung, 6. Juni 2012:

Vor dem „Bahngipfel“ in Chemnitz
Fahrgastverband VCD fordert Mitspracherecht für die Fernverkehrsplanung der Bahn

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) bemängelt bei der Deutschen Bahn AG fehlende öffentliche Transparenz bei den Zukunftsplanungen und befürchtet, dass die Bahn beabsichtige, künftig in weiteren mitteldeutschen Städten keine Fernzüge mehr halten zu lassen. Der Verband will dem entgegenwirken und möchte mit einem jetzt veröffentlichten Fahrplankonzept beweisen, dass für diese Städte ein attraktives Fernverkehrsangebot machbar ist.

Einen Tag vor dem großen „Bahngipfel“ in Chemnitz hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD), Landesverband Elbe-Saale als mitgliederstärkster Fahrgastverband in Mitteldeutschland am Mittwoch seine Erwartungen formuliert, wie die politischen Weichenstellungen für den Schienenfernverkehr aussehen sollten. Mit seinem gleichzeitig
veröffentlichten Fernverkehrskonzept für Mitteldeutschland setzt der VCD die Deutsche Bahn AG unter Druck: „Bahnchef Grube muss am Donnerstag endlich Farbe bekennen, wie es in Zukunft mit dem Fernverkehr in Mitteldeutschland weitergehen soll“, fordert Michael Schmiedel, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes.

Viele Städte fürchten, endgültig vom Fernverkehr abgehängt zu werden, wenn die Neubaustrecke zwischen Halle, Erfurt und Nürnberg im Jahr 2017 vollständig in Betrieb genommen ist.

„Wir geben der Deutschen Bahn jetzt ein tragfähiges Fahrplankonzept in die Hand und zeigen, dass auch mit Inbetriebnahme dieser Neubaustrecke ein attraktives Fernverkehrsangebot in Mitteldeutschland möglich ist“, erläutert der vom VCD für das Konzept beauftragte Fahrplanexperte Dirk Bräuer vom Institut für Regional- und Fernverkehrsplanung (iRFP). Wichtige Grundlage des Konzepts ist ein Taktfahrplan mit leicht zu merkenden Abfahrts- und kurzen Umsteigezeiten.“

Schmiedel sagt, dass sich der VCD mehr am Gemeinwohl, an der Erreichbarkeit von ganz Mitteldeutschland sowie den Kundenwünschen orientiert habe und weniger an den bisher bekannten Planungen der Deutschen Bahn. So wünschten sich viele Fahrgäste demnach regelmäßige umsteigefreie Verbindungen nach Berlin, Hamburg oder in die Urlaubsregionen an der Ostsee ebenso wie einen einfachen und verständlichen Fahrplan.

Das VCD-Fernverkehrskonzept für Mitteldeutschland „2017+“ steht unter
www.vcd.org/elbe-saale zum Download bereit.