Radwegroute in Radebeul-Mitte soll ausgebaut werden

Der Winter 2010/11 hat vielen Straßen ganz besonders schlimm zu­gesetzt – das große frühjährliche Löcherstopfen steht bevor. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Elbe-Saale weist darauf hin, dass sich auch einige Fuß- und Radwege in einem erbärmlichen Zustand befinden.

Eine besonders wich­tige Maßnahme ist für den VCD die Sa­nie­rung der Radroute von Altser­kowitz über die Straße des Friedens, die Wein­trauben­straße und den Weg „Am Gottes­acker“ nach Kötzschenbroda. Ins­be­son­dere zwischen der Straße des Friedens und der Wein­trauben­straße mit dem nahen Kaufland gibt es einen regen Fuß- und Rad­verkehr.

VCD-Sprecher Lutz Dressler auf dem Weg „Am Gottesacker“

Lutz Dressler, Vorstandssprecher des VCD: „Wenn diese Route zwischen Altserkowitz und Kötzschenbroda in einen vernünftigen Zustand gebracht wird, dann kann hier eine attraktive Alternative zur Meißner Straße und zum Elberadweg entstehen.“ Dass diese auch gebraucht wird, wurde in den letzten Wochen besonders deutlich: Der Elberadweg stand am Mittwoch unterhalb des Kauf­land noch immer unter Wasser.

Dressler weiter: „Radfahren liegt in der Lößnitz voll im Trend.“ Dies geht aus der letzten Mobilitätsuntersuchung hervor, bei der Rade­beul und Coswig gemeinsam untersucht wurden. Bei der Wahl des Verkehrsmittels entfällt hier mit 22 Prozent ein Spitzenwert auf das Fahrrad. „Das sind vier Prozentpunkte mehr als fünf Jahre zuvor, mehr als in allen untersuchten Umlandstädten Dresdens und sogar mehr als in der Landeshauptstadt selber. Diesen Aufschwung des Fahrrads sollten wir aktiv unterstützen und entsprechend für attraktivere Bedingungen sorgen.

Dass das Radebeuler Stadtsäckel wie in vielen anderen Kommunen chronisch klamm ist und viele Projekte nicht mit eigener Kraft umgesetzt werden können, weiß man auch beim VCD. Daher hat der VCD die Rade­beuler Stadtratsfraktionen in einem Brief aufgefordert, mit entsprechendem Nachdruck mehr Mittel für Fuß- und Radwege beim Land Sachsen einzufordern. „Investitionen in Fuß- und Radwege machen am Gesamtverkehrsetat zwar nur einen Bruchteil aus, haben aber die höchsten Kosten-Nutzen-Faktoren“, so Dressler.